🇮🇳 Indien – Operation CPAP, ein Bett über den Wolken und endlich wieder zu Hause!
Unser letzter Reisetag: Delhi – Frankfurt – Frankenthal
Es gibt Reisen, die enden ganz unspektakulär.
Man fährt zum Flughafen, steigt ins Flugzeug, landet, fährt nach Hause. Fertig.
Unsere Indienreise gehörte natürlich nicht dazu! 😂
Denn Indien hatte offenbar beschlossen, uns auch auf den letzten Metern noch ein paar Geschichten mitzugeben.
✈️ Operation CPAP – einmal Sicherheitskontrolle mit allem, bitte!
Nach unserem letzten Abendessen in Delhi ging es zum Flughafen. Inzwischen war es spät geworden, aber wir hatten ja nur noch den Rückflug vor uns.
Was sollte da noch passieren?
Die Sicherheitskontrolle war gründlich. Wirklich gründlich. Sogar die Schuhe mussten durch den Scanner.
Irgendwann waren wir beide durch und schlenderten in Richtung Duty-Free.
Da fragte Stefan ganz beiläufig:
„Nicolette, wo hast Du eigentlich Dein Atemgerät?“
Kurze Stille.
Ein Blick.
Noch ein Blick.
Und dann die Erkenntnis: Das CPAP-Gerät, das Nicolette nachts zum Schlafen benötigt, stand noch vor der Sicherheitskontrolle!
Na wunderbar.
Also zurück beziehungsweise erst einmal die Sicherheitsbeamten um Hilfe bitten.
Und hier müssen wir ausdrücklich etwas Positives sagen: Alle Beamten waren ausgesprochen freundlich und hilfsbereit.
Das Gerät wurde tatsächlich gefunden! Zwei Beamte kümmerten sich darum, dass es wieder durch die Kontrolle kam.
Allerdings bedeutete das auch: noch einmal röntgen, noch einmal kontrollieren.
Und weil wir gerade so schön dabei waren, durfte Nicolette das Gerät auch noch auseinandernehmen. Die Medikamente, die sie dabeihatte, wurden ebenfalls genauer angeschaut.
Offenbar waren einige davon, darunter Paracetamol, den Beamten nicht besonders vertraut. Schließlich kam sogar noch ein zusätzlicher Drogentest dazu.
Von der vergessenen Schlafhilfe zum Drogentest – das muss man auch erst einmal schaffen! 😂
Aber am Ende war alles gut. Wir hatten das Atemgerät zurück und saßen endlich wieder gemeinsam im Abflugbereich.
Und das Wichtigste: Trotz des ganzen Aufwands blieben die Sicherheitsbeamten jederzeit freundlich.
☕ Starbucks – und plötzlich ist die Getränkekarte zu kompliziert
Nach diesem Abenteuer wollte Nicolette eigentlich nur noch eines:
Einen Kaffee von Starbucks.
Klingt einfach, oder?
Nicht unbedingt, wenn man in Indien ist, die Getränkekarte etwas anders aussieht als zu Hause und es inzwischen nach Mitternacht ist.
Nach einem langen Tag voller Besichtigungen, dem Flughafenstress und der CPAP-Rettungsaktion war die Auswahl dann wohl einfach eine Entscheidung zu viel.
Manchmal möchte man eben keinen exotischen Kaffeegenuss, sondern einfach nur einen ganz normalen Kaffee.
Am besten ohne weitere Fragen. 😂
🛏️ Drei Economy-Sitze werden zum Bett
Am Terminal 3, Gate 1 wartete dann allerdings noch eine Überraschung auf uns.
Wir bekamen eine besondere Schlafmöglichkeit für unseren Nachtflug angeboten.
Nein, kein Upgrade in die Business Class.
Sondern eine ganze Reihe mit drei Economy-Sitzen, die zu einer Liegefläche umgebaut werden konnte!
Dazu gehörten eine Matratze, ein spezielles Gurtsystem, Kopfkissen und eine Decke.
Natürlich nicht kostenlos.
Aber wir dachten uns: Wir haben noch einen Nachtflug von ungefähr neun Stunden vor uns. Warum eigentlich nicht?
Irgendwann ist schließlich immer das erste Mal!
Also haben wir uns dieses kleine Extra gegönnt.
Und während wir auf das Boarding warteten, mussten wir wieder an unseren Fahrer denken.
Sein Spruch hatte uns schließlich die ganze Reise begleitet:
„Ihr habt keine zehn Tage für Indien. Schlafen könnt ihr zu Hause!“
Tja, lieber Fahrer.
Wir versuchen es jetzt schon im Flugzeug! 😂
🌙 Schlafen über den Wolken – hat sich das gelohnt?
Unser Fazit nach dem Nachtflug?
Es war ganz okay!
Nein, wir haben nicht geschlafen wie in unserem eigenen Bett. Und richtig ausgeschlafen waren wir nach der Landung natürlich auch nicht.
Aber etwas war anders als bei unseren bisherigen Nachtflügen.
Wir fühlten uns beide deutlich fitter.
Normalerweise möchte man nach einer solchen Nacht möglichst schnell nach Hause und am liebsten direkt ins Bett.
Diesmal war das überhaupt nicht so.
Wir hatten eher das Gefühl: Eine ordentliche Dusche, raus aus den getragenen Reiseklamotten, frische Sachen anziehen – und dann kann der Tag eigentlich weitergehen.
Ob wir diese Schlafmöglichkeit noch einmal buchen würden?
Nach dieser ersten Erfahrung würden wir sie auf jeden Fall wieder in Betracht ziehen. Gerade auf einem längeren Nachtflug war es angenehm, sich tatsächlich hinlegen zu können.
🇩🇪 Frankfurt – und die Deutsche Bahn überrascht uns!
Nach der Landung in Frankfurt ging alles erfreulich unkompliziert.
Passkontrolle erledigt.
Gepäck eingesammelt.
Durch den Zoll.
Und dann ging es weiter zur Deutschen Bahn.
Da wir für die Heimreise ein Flex-Ticket hatten, mussten wir uns nicht auf einen bestimmten Zug versteifen und konnten ganz entspannt schauen, welche Verbindung am besten passte.
Und tatsächlich: Wir fanden einen passenden ICE!
Nach etwa 20 bis 25 Minuten waren wir bereits in Mannheim. Dort hatten wir noch gemütliche zehn bis fünfzehn Minuten Zeit zum Umsteigen.
Anschließend ging es mit der S6 weiter nach Frankenthal.
Und zwischen 10:30 und 11 Uhr standen wir tatsächlich wieder zu Hause!
Deutsche Bahn, wir müssen Dir heute ein großes Kompliment machen! 🚆
Nachdem unsere Indienreise auf der Hinfahrt mit einer ordentlichen ICE-Verspätung begonnen hatte, war das doch ein richtig versöhnlicher Abschluss.
🏡 Frühstück statt Taj Mahal
Und was macht man, wenn man nach acht intensiven Tagen Indien wieder zu Hause ankommt?
Erst einmal frühstücken!
Wir saßen gemütlich zusammen und ließen die Reise noch einmal Revue passieren.
Was wir in diesen wenigen Tagen alles gesehen und erlebt hatten!
Das Taj Mahal im Morgengrauen, die beeindruckenden Paläste und Tempel, das Gewimmel auf den Straßen, das leckere Essen, die Kühe auf dem Highway und natürlich unsere unzähligen Fahrten durch den indischen Verkehr.
Wir mussten schon wieder lachen, als wir an unseren Fahrer und seinen Lieblingsspruch dachten.
„Schlafen könnt ihr zu Hause!“
Jetzt sind wir zu Hause.
Und ausgerechnet heute müssen wir gar nicht sofort schlafen! 😂
Allerdings wartet hier natürlich das übliche Programm nach jeder Reise:
Koffer auspacken, Wäsche sortieren, Waschmaschine starten und langsam wieder Ordnung in den Alltag bringen.
Nicht besonders aufregend.
Aber irgendwie gehört auch das zum Reisen dazu.
❤️ Zwei Einladungen und vielleicht ein Wiedersehen
Ganz zum Schluss möchten wir noch etwas erzählen, das uns besonders gefreut hat.
Einer unserer Guides gab uns während der Reise einen Tipp für einen möglichen nächsten Indienurlaub.
„Ihr müsst unbedingt einmal nach Kerala reisen!“
Die Region im Süden Indiens sei wunderschön und unbedingt einen Besuch wert. Und wenn wir noch einmal nach Indien kommen, sollten wir ihn darüber informieren.
Aber auch unser Fahrer hatte eine ganz persönliche Einladung für uns.
Er ist seit 33 Jahren als Fahrer unterwegs und kennt nach eigener Aussage praktisch ganz Indien.
Seine eigene Heimat liegt ungefähr 90 Kilometer von Delhi entfernt, in Richtung Himalaya.
Dort sei es wunderschön, viel ruhiger und es gebe vor allem wesentlich weniger Verkehr.
Weniger Verkehr in Indien? Das klingt ja fast zu schön, um wahr zu sein! 😂
Er würde uns gerne sein Dorf und seine Heimatregion zeigen. Wir sollten ihn unbedingt besuchen, wenn wir wieder in diese Gegend kommen.
Seine WhatsApp-Nummer haben wir bekommen.
Und falls wir noch einmal eine Rundreise durch Indien planen, sollen wir uns ebenfalls bei ihm melden. Er würde uns sehr gerne wieder als Fahrer begleiten.
Darüber würden wir uns tatsächlich freuen.
Denn nach all den gemeinsamen Kilometern, den Kühen auf der Straße und seinen trockenen Kommentaren ist er uns richtig ans Herz gewachsen.
Ob wir noch einmal nach Indien reisen?
Das wissen wir heute natürlich nicht.
Aber Kerala und das Heimatdorf unseres Fahrers stehen jetzt zumindest auf unserer gedanklichen Reiseliste.
Und vielleicht war unser Abschied von Indien ja gar kein Abschied für immer.
🍔 Wieder im Burger-Alltag
Jetzt sind wir erst einmal wieder in Frankenthal.
Mit vollen Speicherkarten, vielen Erinnerungen, jeder Menge Geschichten und einem Berg Schmutzwäsche.
Unsere Reise ist zu Ende.
Aber die Eindrücke werden uns sicherlich noch lange begleiten.
Ein ausführliches Fazit zu Indien, unseren schönsten Erlebnissen und den Dingen, die uns besonders überrascht haben, folgt noch in einem eigenen Beitrag.
Für heute sagen wir erst einmal:
Danke, Indien! Es war ein Abenteuer! 🇮🇳❤️
Und jetzt entschuldigt uns bitte.
Die Waschmaschine ruft. 😂
Two Burgers Served Worldwide 🍔🌍
