Indien Tag 8 am 15.10.

von BurgerTour | Okt. 15, 2026 | India

🇮🇳 Indien – Tag 8: Delhi, die Zweite – Tempel, Tropenregen und ein scharfer Abschied

Oder: Wie wir endlich ausschlafen durften, unsere Uhren abgeben mussten und feststellten, dass wir inzwischen deutlich mehr Chili vertragen als zu Beginn unserer Reise.

⏰ 7:30 Uhr – Ausschlafen auf Indisch!

Heute war es endlich so weit!

Wir durften ausschlafen!

Der Wecker klingelte erst um 7:30 Uhr.

Zu Hause würden wir bei dieser Uhrzeit vermutlich nicht unbedingt von Ausschlafen sprechen.

Aber wir sind schließlich in Indien.

Und nach den vergangenen Tagen mit Abfahrten um acht Uhr und einem Wecker um 4:15 Uhr fühlt sich halb acht morgens tatsächlich wie Urlaub an.

Unser Fahrer hatte ja bereits vor einigen Tagen erklärt:

„Schlafen könnt ihr zu Hause!“

Heute schien er ausnahmsweise ein Einsehen mit uns zu haben.

Also ließen wir uns Zeit.

Ein ausgiebiges Frühstück, noch einmal in Ruhe aufs Zimmer und die letzten Sachen zusammenpacken.

Um 12 Uhr checkten wir aus.

Und weil unser Fahrer erst um 12:30 Uhr kommen sollte, gönnten wir uns in der Lobby noch einen Tee mit Pralinen.

Ein ausgesprochen zivilisierter Reisebeginn!

Fast hätten wir vergessen, dass wir noch immer in Indien unterwegs sind. 😂

🚗 Delhi, die Zweite – unser letzter Besichtigungstag

Pünktlich um 12:30 Uhr kamen unser Guide und der Fahrer.

Und damit begann der zweite Teil unserer Delhi-Besichtigung.

Denn obwohl wir die Stadt bereits zu Beginn unserer Reise kennengelernt hatten, gab es noch einiges zu entdecken.

Unsere Koffer waren verstaut, das Hotel lag hinter uns und am späten Abend sollte es zum Flughafen gehen.

Aber vorher wollten wir noch einmal richtig etwas erleben.

Unser erstes Ziel war ein ganz besonderer Tempel.

🛕 Akshardham – selbst die Uhr muss draußen bleiben!

Wir besuchten den Swaminarayan Akshardham Tempel.

Schon die Anlage ist beeindruckend.

Aber bevor wir überhaupt richtig hineindurften, mussten wir erst einmal eine interessante Erfahrung machen.

Elektronische Geräte waren nicht erlaubt.

Kein Handy.

Keine Kamera.

Und selbst unsere Uhren mussten wir ablegen!

Also wirklich alles weg.

Für uns, die wir normalerweise ständig Fotos für unseren Reiseblog machen, war das zunächst ungewohnt.

Aber es hatte auch etwas Gutes.

Wir konnten uns ganz auf das konzentrieren, was wir sahen.

Ohne zwischendurch nach dem nächsten Fotomotiv zu suchen.

Ohne aufs Handy zu schauen.

Und ohne zu wissen, wie spät es eigentlich war.

Vielleicht war das sogar Absicht. 😂

Eine Reise durch Geschichte und Glauben

Besonders interessant fanden wir die multimediale Ausstellung.

Mit aufwendig gestalteten Präsentationen und verschiedenen Stationen wurde uns die Geschichte von Bhagwan Swaminarayan nähergebracht.

Wir erfuhren viel über sein Leben, seine Lehren und die religiösen und kulturellen Hintergründe.

Die Präsentation war wirklich eindrucksvoll gemacht.

Geschichte und Religion wurden nicht einfach nur auf Informationstafeln erklärt, sondern auf eine Weise vermittelt, die uns richtig in ihren Bann zog.

Und so verging die Zeit.

Und verging.

Und verging.

Als wir die Anlage schließlich wieder verließen, waren fast vier Stunden vergangen!

Vier Stunden ohne Handy und Uhr.

Für manche Menschen vermutlich eine größere Herausforderung als unsere gesamte Indien-Rundreise. 😂

Wir fanden den Besuch jedenfalls ausgesprochen interessant.

Und er zeigte uns noch einmal eine ganz andere Seite der religiösen Vielfalt Indiens.

🕌 Humayuns Grabmal – der Vorläufer des Taj Mahal

Nach dem hinduistischen Tempel ging es weiter zu einem bedeutenden Bauwerk aus der Mogulzeit.

Dem Humayun-Mausoleum.

Und damit wechselten wir gewissermaßen von einer religiösen und kulturellen Welt in die nächste.

Das Grabmal des Mogulkaisers Humayun gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Schon beim Betreten der Anlage waren wir beeindruckt.

Weitläufige Gartenanlagen, große Wege, kunstvoll gestaltete Gebäude und mittendrin das gewaltige Mausoleum.

Wunderschön!

Unser Guide erklärte uns, dass Humayuns Grabmal als ein wichtiger architektonischer Vorläufer des Taj Mahal gilt.

Und wenn man davorsteht, erkennt man tatsächlich einige Gemeinsamkeiten.

Die symmetrische Gestaltung.

Die große Kuppel.

Die monumentale Architektur.

Die Einbindung in eine weitläufige Gartenanlage.

Natürlich sieht das Bauwerk anders aus als das Taj Mahal.

Aber die Verwandtschaft in der architektonischen Idee ist unverkennbar.

Nach unserem Besuch in Agra war es besonders interessant, diese Verbindung zu sehen.

Fast könnte man sagen:

Wir haben erst das berühmte Meisterwerk besichtigt und danach einen seiner bedeutenden Vorläufer.

Auch mal eine ungewöhnliche Reihenfolge.

Aber auf dieser Reise haben wir uns ohnehin daran gewöhnt, dass nicht immer alles so läuft, wie man es zu Hause planen würde.

🌧️ Zwei Stunden Regen – gefühlt ein ganzer Monsun

Heute zeigte sich Indien übrigens noch einmal von einer ganz anderen Seite.

Es regnete!

Und zwar richtig.

Nicht dieses vorsichtige deutsche Nieseln, bei dem man überlegt, ob man überhaupt einen Regenschirm braucht.

Sondern Regen, bei dem man das Gefühl hat, dass jemand oben einen riesigen Eimer auskippt.

Ungefähr zwei Stunden lang.

Aber die Wassermenge hätte locker für einen ganzen Regentag gereicht.

Das Interessante daran:

Es blieb warm.

Richtig angenehm warm sogar.

Wir fühlten uns ein bisschen an Florida erinnert.

Dort hatten wir ebenfalls schon erlebt, dass man mitten in einem kräftigen Regenschauer steht und trotzdem nicht friert.

Warmer Regen – irgendwie auch eine Besonderheit.

Zumindest solange man nicht gerade versucht, mit trockenen Schuhen durch die Stadt zu kommen.

📣 Hupisch für Fortgeschrittene – jetzt mit Zeichensprache!

Natürlich gab es heute auch wieder Neuigkeiten aus dem indischen Straßenverkehr.

Wir dachten ja eigentlich, wir hätten inzwischen sämtliche Eskalationsstufen des Hupens kennengelernt.

Dreimal kurz.

Kurz, kurz, lang.

Zweimal lang.

Dauerhupen.

Aber heute wurde unser Sprachkurs erweitert.

Hupisch gibt es offenbar auch mit Handzeichen! 😂

Einer der Verkehrsteilnehmer war mit dem Verhalten eines anderen Fahrers ganz offensichtlich nicht einverstanden.

Und plötzlich reichte die Hupe nicht mehr aus.

Jetzt wurde zusätzlich gestikuliert.

Und zwar so eindeutig, dass man dafür wirklich keinen Dolmetscher benötigte.

Der andere Fahrer schien die Botschaft jedenfalls verstanden zu haben.

Denn er antwortete ebenfalls mit den Händen.

Wir waren beeindruckt.

Nach acht Tagen Indien hatten wir also eine weitere Stufe der Straßenkommunikation entdeckt.

Hupisch – Aufbaukurs mit nonverbaler Kommunikation.

Vielleicht sollten wir nach unserer Rückkehr ein Wörterbuch schreiben.

Allerdings wäre das vermutlich nicht für Kinder geeignet. 😂

🌶️ Wir essen inzwischen schärfer – unsere armen Kinder!

Zum Abschluss unseres letzten Besichtigungstages ging es noch einmal in ein Restaurant.

Ein letztes indisches Essen vor dem Rückflug.

Und dabei stellten wir etwas Erstaunliches fest.

Wir haben uns tatsächlich an die indische Schärfe gewöhnt!

Zu Beginn unserer Reise waren wir bei scharfen Gerichten noch etwas vorsichtiger.

Inzwischen sieht das ganz anders aus.

Unsere Bedienung wies uns freundlich darauf hin, dass das bestellte Gericht etwas schärfer sei.

Wir probierten.

Ja, es war scharf.

Aber genau richtig!

Wunderbar gewürzt, aromatisch und richtig lecker.

Nach einer Weile kam die Bedienung noch einmal zu uns und fragte vorsichtig nach, ob alles in Ordnung sei.

Ob das Essen vielleicht zu scharf wäre?

Nein!

Überhaupt nicht!

Es schmeckte hervorragend und hatte genau die richtige Schärfe.

Wir waren selbst ein bisschen überrascht.

Was acht Tage Indien doch ausmachen können!

Und dann dachten wir an unsere Kinder zu Hause.

Die können sich schon einmal warm anziehen.

Denn wenn wir demnächst indisch kochen und die Rezepte unserer Gastgeber aus Agra ausprobieren, könnte es bei uns in der Küche etwas feuriger werden.

Unsere armen Kinder! 🌶️😂

Vielleicht sollten wir vorsichtshalber schon einmal Joghurt kalt stellen.

🍛 Ein letztes indisches Abendessen

Jetzt sitzen wir also hier.

In einem Restaurant in Delhi.

Genießen noch einmal die indischen Gewürze, die vielfältigen Aromen und dieses besondere Gefühl, das uns während der gesamten Reise begleitet hat.

In wenigen Stunden geht es zum Flughafen.

Und damit neigt sich unsere Indienreise tatsächlich dem Ende entgegen.

Kaum zu glauben, wie viel wir in diesen wenigen Tagen erlebt haben.

Delhi, Jaipur, Agra.

Tempel, Moscheen, Paläste und Festungen.

Das Taj Mahal im Morgengrauen.

Kühe auf Schnellstraßen.

Unzählige Hupkonzerte.

Unglaublich leckeres Essen.

Und vor allem viele interessante Begegnungen.

Wir haben so viel gesehen, dass es uns beinahe vorkommt, als wären wir deutlich länger unterwegs gewesen.

Und gleichzeitig ging die Zeit unglaublich schnell vorbei.

Unser Fazit – bevor es zum Flughafen geht

Heute war noch einmal ein richtig schöner Abschluss unserer Rundreise.

Wir durften ausschlafen – zumindest nach indischen Maßstäben.

Wir haben einen beeindruckenden hinduistischen Tempel besucht, viel über Swaminarayan gelernt und mit Humayuns Grabmal noch einmal ein bedeutendes Bauwerk der Mogulgeschichte gesehen.

Wir haben warmen Starkregen erlebt, unseren Hupisch-Wortschatz erweitert und festgestellt, dass unsere Geschmacksnerven inzwischen offenbar indische Verhältnisse angenommen haben.

Jetzt genießen wir die letzten Stunden.

Und dann heißt es Abschied nehmen.

Indien, du warst laut, bunt, heiß, manchmal chaotisch, unglaublich interessant und voller Überraschungen.

Wir nehmen jede Menge Erinnerungen mit nach Hause.

Und vermutlich auch eine deutlich höhere Chili-Toleranz.

Aber noch sind wir nicht zu Hause.

Der Flughafen wartet schließlich noch auf uns.

Und nach unseren bisherigen Reiseerfahrungen wissen wir:

Eine Reise ist erst dann vorbei, wenn wir tatsächlich wieder daheim angekommen sind. 😂

Two Burgers Served Worldwide 🍔🌍

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