Indien Tag 7 am 14.10

von BurgerTour | Okt. 14, 2026 | India

🇮🇳 Indien – Tag 7: Kühe auf dem Highway, Geschwindigkeitsrekord und plötzlich Urlaub!

Oder: Wie wir von Agra nach Delhi zurückkehrten, unser Fahrer die 89-km/h-Schallmauer durchbrach und wir tatsächlich einmal ausschlafen durften.

9 Uhr – wir trauen unseren Ohren nicht!

Es gibt Momente auf einer Reise, die man kaum glauben kann.

Der erste Blick auf das Taj Mahal zum Beispiel.

Oder die gewaltigen Paläste der Mogulherrscher.

Und dann gibt es diesen einen, ganz besonderen Moment:

Unser Fahrer holt uns erst um 9 Uhr ab!

NEUN UHR!

Nicht um fünf.

Nicht um acht.

Sondern tatsächlich erst um neun!

Wir waren kurz davor, vor Freude zu applaudieren. 😂

Endlich konnten wir uns morgens etwas mehr Zeit lassen.

In Ruhe aufstehen, duschen, die Koffer fertig packen und sogar das Frühstück genießen.

Ohne ständig auf die Uhr schauen zu müssen.

Fast fühlte es sich an wie Urlaub.

Moment mal …

Wir SIND doch im Urlaub!

Man vergisst das bei diesem Programm gelegentlich.

🚗 Zurück nach Delhi – diesmal auf der schnellen Strecke

Heute hieß es Abschied nehmen von Agra.

Unser Ziel war wieder Delhi, wo wir die letzte Nacht unserer Indienreise verbringen würden.

Und diesmal gab es eine gute Nachricht.

Wir nutzten die mautpflichtigen Schnellstraßen.

Statt über sechs Stunden sollten wir für die Fahrt nur etwas mehr als drei Stunden benötigen.

Das klang hervorragend.

Unser Fahrer machte sich auf den Weg und wir genossen die vergleichsweise ruhige Fahrt.

Zumindest zunächst.

Denn Indien wäre nicht Indien, wenn nicht doch noch etwas passieren würde.

🐄 Kühe auf dem Highway – ganz normal in Indien!

Kaum hatten wir Agra verlassen und waren auf dem Highway unterwegs, begegnete uns wieder eine Besonderheit des indischen Straßenverkehrs.

Rinder auf der Schnellstraße!

Nicht etwa brav hinter einem Zaun auf einer Wiese.

Nein, direkt auf der Fahrbahn!

Manche liefen gemütlich umher, andere schienen die Straße als ihren persönlichen Ruheplatz auserkoren zu haben.

Warum auch nicht?

Ein Highway ist schließlich schön breit. 😂

Unser Fahrer nahm das ziemlich gelassen.

Und erklärte uns ganz nebenbei:

„Nachts kann das ganz schön gefährlich sein.“

Ach was!

Wir schauten auf die Rinder, die sich offenbar überhaupt nicht dafür interessierten, dass hier eigentlich Autos fahren sollten.

Und mussten schmunzeln.

Ja, das können wir uns durchaus vorstellen!

Wenn schon tagsüber Kühe auf dem Highway spazieren gehen oder dort ihr Nickerchen halten, möchte man ihnen nachts lieber nicht bei Tempo 100 begegnen.

Wobei wir inzwischen gelernt haben, dass die indischen Rinder im Straßenverkehr eine ziemlich privilegierte Stellung genießen.

Autos werden angehupt.

Motorräder werden angehupt.

Fußgänger werden angehupt.

Aber eine Kuh? Die hat Zeit.

Und alle anderen offenbar auch.

Vielleicht ist das ja die eigentliche indische Verkehrsregel:

Wer vier Beine hat und wiederkäut, hat grundsätzlich Vorfahrt! 🐄😂

Wir jedenfalls waren froh, dass unser Fahrer aufmerksam unterwegs war.

Und dass unsere Begegnung mit den tierischen Highway-Benutzern bei Tageslicht stattfand.

🚨 Nicolette und der ungeplante Notstopp

Nicolette hatte heute wieder mit einer unangenehmen Nebenwirkung ihrer Blutdrucktabletten zu kämpfen.

Und plötzlich war klar:

Wir brauchen eine Toilette.

Und zwar nicht irgendwann.

Sondern möglichst sofort.

Unser Fahrer reagierte und organisierte einen ungeplanten Stopp abseits der regulären Pause.

Nicht gerade die Art von Zwischenstopp, die in einem Reiseprospekt unter „Besondere Erlebnisse“ aufgeführt wird.

Aber manchmal hat der menschliche Körper eben andere Vorstellungen von der Reiseplanung.

Und Nicolette hatte heute eindeutig Vorrang vor dem Fahrplan. 😂

Danach konnte es weitergehen.

Die eigentliche Pause stand schließlich noch bevor.

☕ Costa Coffee oder KFC – die große Auswahl

Irgendwann war es dann auch für unseren Fahrer Zeit zum Frühstücken.

Er wollte natürlich indisch essen.

Wir wurden dagegen mit einer sehr klaren Empfehlung versorgt.

„Ihr geht zu Costa Coffee. Oder zu KFC.“

Aha.

Die kulinarische Auswahl für die deutschen Touristen war also bereits getroffen.

Indisches Frühstück für den Fahrer.

Westliche Systemgastronomie für die Burgers.

Auch eine Form von interkultureller Reiseorganisation. 😂

Wir entschieden uns für Costa Coffee.

Ein Tee, ein Toilettenbesuch und ein bisschen Pause.

Außerdem verabschiedeten wir uns von unserem Guide und machten noch ein gemeinsames Erinnerungsfoto.

Eines für ihn.

Und eines für uns.

Eine schöne Erinnerung an die vielen Erklärungen, Geschichten und Sehenswürdigkeiten der vergangenen Tage.

Dann ging es wieder weiter Richtung Delhi.

🏎️ 89 km/h – unser Fahrer im Geschwindigkeitsrausch!

Auf der Schnellstraße passierte etwas Unglaubliches.

Etwas, das wir auf unserer bisherigen Indienreise kaum für möglich gehalten hätten.

Unser Fahrer stellte einen neuen persönlichen Rekord auf.

89 km/h!

In Worten: neunundachtzig!

Wir waren beeindruckt.

Fast schon sprachlos.

Auf der Straße waren sogar 100 km/h erlaubt.

Aber man muss es ja nicht gleich übertreiben.

Nach den vergangenen Tagen mit unzähligen Motorrädern, Tuk-Tuks, Kühen, Fußgängern und gelegentlichen Ausflügen an den Straßenrand fühlten sich 89 km/h schon beinahe wie Formel 1 an.

Vielleicht war unser Fahrer heute besonders motiviert.

Schließlich ging es zurück nach Delhi.

Und damit näher an das Ende unserer gemeinsamen Reise.

🚻 Letzte Ausfahrt Toilette!

Kurz nach der letzten Mautstation trat unser Fahrer plötzlich auf die Bremse.

Wir waren kurz irritiert.

Was war passiert?

Ein Tier auf der Fahrbahn?

Ein anderes Auto?

Eine neue Verkehrsregel, die wir noch nicht kannten?

Nein.

Er drehte sich zu uns um und fragte vorsichtig:

„Muss noch jemand auf die Toilette? Das ist die letzte Möglichkeit vor Delhi.“

Nach Nicolettes ungeplantem Zwischenstopp wollte er offenbar kein Risiko mehr eingehen.

Sehr umsichtig!

Wir überlegten kurz.

Nein, alles gut.

Also weiter.

Und dann veränderte sich die Umgebung langsam.

📣 Delhi kündigt sich an – man hört es zuerst!

Zunächst wurde der Verkehr dichter.

Dann kamen immer mehr Fahrzeuge hinzu.

Und schließlich nahm auch das Hupen wieder deutlich zu.

Ah!

Wir waren auf dem richtigen Weg.

Delhi war nicht mehr weit.

Die ruhige Schnellstraße lag hinter uns.

Vor uns begann wieder das vertraute indische Verkehrsorchester.

Autos, Motorräder, Tuk-Tuks, Busse und natürlich Hupen in sämtlichen Tonlagen.

Nach unserem Sprachkurs in Hupisch konnten wir inzwischen wenigstens ungefähr einschätzen, wer gerade freundlich grüßte und wer kurz vor dem Nervenzusammenbruch stand.

Wir fuhren durch die Außenbezirke, dann durch weitere Vororte und näherten uns langsam der eigentlichen Stadt.

Und plötzlich mussten wir noch einmal bezahlen.

🌱 Eine Umweltsteuer für Delhi?

Unser Fahrer erklärte uns, dass für die Einfahrt nach Delhi eine Abgabe fällig sei.

Eine Art Umweltsteuer, wie er es nannte.

Sie solle dazu beitragen, Delhi sauberer zu halten.

Wir schauten aus dem Fenster.

Und mussten ein wenig schmunzeln.

Denn bei aller Begeisterung für Indien: Sauberkeit gehört leider nicht überall zu den Dingen, die uns hier besonders positiv aufgefallen sind.

Auch unser Fahrer sah das durchaus kritisch.

Er gab selbst zu, dass viele indische Städte alles andere als sauber seien.

Und dann machte er uns einen Vorschlag.

Wir sollten doch einmal in seiner Heimat Urlaub machen!

Ungefähr 90 Kilometer nördlich von Delhi.

Dort sei es viel sauberer.

Viel ruhiger.

Und überhaupt deutlich angenehmer als in den großen Städten.

Wir fanden es schön, wie begeistert er von seiner Heimat erzählte.

Und vielleicht hat er ja recht.

Indien besteht schließlich aus weit mehr als Delhi, Jaipur und Agra.

Es gibt noch unzählige Regionen, die wir überhaupt nicht kennengelernt haben.

Aber für diese Reise war unsere Route nun einmal festgelegt.

Und unser Fahrer brachte uns zuverlässig zum letzten Hotel.

🏨 Und plötzlich standen wir wieder am Hotel

Fast ein bisschen überraschend tauchte schließlich unser Hotel vor uns auf.

Wir waren zurück in Delhi.

Dort, wo unsere Indienreise vor wenigen Tagen begonnen hatte.

Nur dass wir inzwischen das Gefühl hatten, mindestens drei Wochen unterwegs gewesen zu sein.

So viele Eindrücke!

So viele Geschichten!

Und so viele frühe Wecker!

Die Koffer wurden ein letztes Mal ausgeladen.

Dann hieß es Abschied nehmen von unserem Fahrer.

Er hatte uns sicher durch den indischen Straßenverkehr gebracht, uns zu den schönsten Sehenswürdigkeiten gefahren und so manche ungeplante Pause möglich gemacht.

Und ganz nebenbei hatte er uns eine wichtige Lebensweisheit mitgegeben:

„Schlafen könnt ihr zu Hause!“

Diesen Satz werden wir wohl nicht so schnell vergessen. 😂

Wir verabschiedeten uns und gingen ins Hotel.

Ein letztes Mal einchecken.

Ein letztes Mal die Koffer aufs Zimmer bringen.

Zumindest war das der Plan.

Denn unser Zimmer war noch nicht fertig.

Es wurde noch gereinigt.

Also hieß es erst einmal warten.

Nach all den vergangenen Tagen konnten wir damit allerdings ganz gut leben.

Wir hatten ja plötzlich Zeit.

🧳 Koffer umpacken, ausruhen und Happy Hour

Als wir schließlich unser Zimmer beziehen konnten, stand erst einmal Entspannung auf dem Programm.

Und Koffer umpacken.

Das gehört gegen Ende einer Reise irgendwie dazu.

Am Anfang ist alles ordentlich verstaut.

Jedes Kleidungsstück hat seinen Platz.

Und am Ende fragt man sich, wie dieselben Sachen plötzlich so viel mehr Platz benötigen können.

Wir sortierten, packten um und versuchten, wieder etwas Ordnung ins Gepäck zu bringen.

Danach wurde es richtig gemütlich.

Happy Hour!

Ein lokaler Rum durfte natürlich auch nicht fehlen.

Schließlich muss man die letzten Stunden in Indien angemessen genießen.

Und dann ging es noch einmal zum Abendbuffet.

Das hatten wir bereits zu Beginn unserer Reise kennengelernt.

Und auch heute wurden wir nicht enttäuscht.

Also noch einmal quer durch die leckeren Speisen probiert.

Noch einmal indische Gewürze.

Noch einmal die große Auswahl genießen.

Und dabei ganz entspannt auf die vergangenen Tage zurückblicken.

⏰ Morgen erst um 12:30 Uhr – wir sind sprachlos!

Die größte Überraschung kam allerdings mit dem morgigen Zeitplan.

Unser Fahrer holt uns erst um 12:30 Uhr ab.

HALB EINS!

Mittags!

Wir mussten die Information mehrfach gedanklich überprüfen.

Kann das wirklich stimmen?

Kein Aufstehen um 4:15 Uhr?

Keine Abfahrt um 8 Uhr?

Nicht einmal um 9 Uhr?

Wir dürfen morgen tatsächlich ausschlafen!

Gut, ganz so lange werden wir natürlich nicht schlafen.

Der Wecker ist auf 7:30 Uhr gestellt.

Aber nach den vergangenen Tagen fühlt sich das beinahe wie ein Wellnessurlaub an.

Wir können in Ruhe frühstücken.

Vielleicht sogar einen zweiten Kaffee trinken.

Und müssen nicht ständig auf die Uhr schauen.

Indien, du überraschst uns wirklich bis zum letzten Tag!

Unser Fazit nach Tag 7

Heute war ein vergleichsweise ruhiger Reisetag.

Keine gewaltigen Paläste.

Keine jahrhundertealten Tempel.

Keine 33 Grad in der prallen Sonne bei stundenlangen Besichtigungen.

Dafür Kühe auf dem Highway, eine angenehme Fahrt über die Schnellstraße, ein Geschwindigkeitsrekord von 89 km/h, ein ungeplanter Toilettenstopp, ein Abschiedsfoto und ein paar interessante Gespräche mit unserem Fahrer.

Wir haben noch einmal erlebt, wie unterschiedlich Indien sein kann.

Von der ruhigen Schnellstraße bis zum hupenden Großstadtverkehr.

Von den prachtvollen historischen Bauwerken bis zu den Herausforderungen des modernen Alltags.

Und vor allem haben wir festgestellt, dass man auf einer Rundreise manchmal auch einfach einen Tag braucht, an dem nicht jede Minute verplant ist.

Jetzt genießen wir unseren letzten Abend in Delhi.

Gegen 23 Uhr werden wir vermutlich müde ins Bett fallen.

Und morgen?

Wecker erst um 7:30 Uhr!

Wir wissen noch gar nicht, wie wir mit so viel Freizeit umgehen sollen.

Vielleicht sollten wir unseren Fahrer anrufen und fragen, ob das wirklich erlaubt ist. 😂

Two Burgers Served Worldwide 🍔🌍