Manchmal läuft ein erster Abend in einer neuen Stadt genauso, wie man ihn sich vorgestellt hat.
Man kommt an, sucht sich ein nettes Restaurant, bestellt etwas Leckeres und lässt bei einem Glas Wein oder Bier gemütlich den Abend ausklingen.
Und manchmal landet man bei AH to go im Hauptbahnhof.
Aber von vorne. 😄
Die Sache mit dem Abendessen
Nachdem wir unsere Zimmer auf unserem Bauernhof bezogen hatten, stellte sich irgendwann die entscheidende Frage: Wo bekommen wir heute Abend eigentlich noch etwas zu essen?
Unsere Unterkunft lag wunderschön ruhig außerhalb von Rotterdam direkt an der Lek. Die Kehrseite der Ruhe: Mal eben zu Fuß zum nächsten Restaurant war nicht drin.
Unser Vermieter empfahl uns, nach Rotterdam zu fahren. Unser Bekannter, der die Stadt kannte und von Rotterdam so geschwärmt hatte, war natürlich ebenfalls dafür.
Also los.
Rotterdam machte es uns nicht ganz einfach
Unser erstes Kennenlernen mit der Stadt verlief allerdings etwas holprig.
Gefühlt war Rotterdam an diesem Abend eine einzige Baustelle. Dazu kam die Parkplatzsuche. Freie Plätze schienen sich vor uns zu verstecken – und wenn wir einen entdeckten, sorgte spätestens der Preis dafür, dass wir noch einmal über unsere Entscheidung nachdachten.
Dabei wollten wir doch eigentlich nur etwas essen.
Gegen 19 Uhr hatten wir außerdem zunehmend das Gefühl, dass viele Geschäfte bereits geschlossen hatten. Vielleicht waren wir einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Jedenfalls wurde aus der Suche nach einem Abendessen langsam eine kleine Stadtrundfahrt.
Die rettende Idee: Albert Heijn
Irgendwann hatte unser Bekannter die Idee: Wir gehen zu Albert Heijn.
Dort würden wir bestimmt noch etwas bekommen.
Also wurde gesucht, navigiert und weitergezogen – bis sich herausstellte, dass unsere letzte Hoffnung AH to go im Hauptbahnhof von Rotterdam war.
Damit hatten wir unsere erste Sehenswürdigkeit des Abends gefunden. 😉
Und tatsächlich: Wir bekamen etwas zu essen und zu trinken, Salat und natürlich noch ein paar Kleinigkeiten zum Knabbern.
Mission Abendessen: erfolgreich.
Fast.
Denn jetzt mussten wir unseren Einkauf nur noch durch Rotterdam zurück zum Auto tragen.
Dinner an der Ladesäule
Und auch unser Auto meldete inzwischen Bedürfnisse an. Es brauchte Strom.
Also suchten wir eine Ladesäule und beschlossen kurzerhand, einen Teil unseres Abendessens gleich dort zu verspeisen.
Andere genießen an ihrem ersten Abend in Rotterdam vielleicht ein schickes Restaurant mit Blick auf die Maas.
Wir machten Picknick an der Ladesäule.
Und wisst ihr was? Es war völlig in Ordnung.
Wir hatten etwas zu essen, das Auto bekam Strom und spätestens jetzt mussten wir über unseren etwas ungewöhnlichen ersten Abend selbst lachen.
Salat und Knabbereien nahmen wir anschließend mit zurück zu unserer Unterkunft.
Ein bisschen Sightseeing gab es dann doch
Ganz ohne die schönen Seiten Rotterdams sollte unser erster Abend natürlich nicht enden.
Unterwegs sahen wir die beleuchtete Erasmusbrücke, die bei Nacht wirklich beeindruckend aussieht. Natürlich musste ein Foto gemacht werden.
Und dann entdeckten wir noch ein Gebäude, das auffällig grün beleuchtet war.
Interessante Architektur, tolle Beleuchtung – also ebenfalls fotografieren!
Erst später fanden wir heraus, was wir da so begeistert abgelichtet hatten:
ein Parkhaus.

Nun ja. 😄
Wir hatten schließlich nie behauptet, Architekturkenner zu sein.
Aller Anfang ist manchmal etwas holprig
So wurde unser erster Abend in Rotterdam ganz anders als erwartet.
Statt Restaurantbesuch gab es AH to go. Statt gemütlichem Dinner ein Picknick an der Ladesäule. Und neben einer der bekanntesten Brücken der Stadt schaffte es sogar ein Parkhaus in unsere Fotosammlung.
Rotterdam und ich mussten an diesem Abend vielleicht noch ein bisschen miteinander warm werden.
Aber langweilig war unser erstes Kennenlernen definitiv nicht.
Und eine Geschichte für den Reiseblog hatten wir schon nach wenigen Stunden.




